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Vernünftig ist dumm!

Für Querdenker fehlt mir jedes Verständnis! Inzwischen verdanken wir vor allem ihnen, diesen Privatwissenschaftlern, aber auch jenen, denen demonstrativ ohnehin alles egal ist, weil sie sich nicht für gefährdet halten, den dritten und nun wirklich lästigen Lockdown. Ganz abgesehen davon, dass das rasche Ende der Pandemie ein Traum bleiben wird, solange sich weiterhin zu viele weigern, sich testen und zum Aufbau einer Herdenimmunität impfen zu lassen.

Wenn ich wieder einmal vor der Olympiabrücke in Innsbruck zu schnell fahre, dann zahle ich, sofern der Radarkasten dort eingeschaltet ist. Wenn ich besoffen fahre und ich werde erwischt, ist der Führerschein weg, die Geldstrafe hoch und im schlimmsten Fall setzt es eine psychologische Nachschulung. Dies geschieht alles, um uns zu einem sozialen und die Gesundheit der anderen nicht gefährdenden Verhalten im Straßenverkehr zu veranlassen.

Vor diesem Hintergrund sind die verzweifelten Anbiederungsversuche der Regierung an die Test- und Impfverweigerer nur noch peinlich und eine Verhöhnung all jener, die sich als vernünftige Staatsbürger an die Vorgaben halten. Der Staat macht sich sowohl vor denen, die verantwortungsbewusst handeln, als auch vor den Unbelehrbaren lächerlich, wenn er aus wissenschaftlicher Sicht notwendige sozialhygienische Maßnahmen nicht mit Strafen oder, was die Impfung betrifft, mit Zugangsbeschränkungen durchsetzt.

Alois Schöpf

Alois Schöpf, Autor und Journalist, lebt bei Innsbruck. Alois Schöpf schreibt seit 37 Jahren in Zeitungen und Zeitschriften, zuletzt seit 28 Jahren in der Tiroler Tageszeitung, pointierte und viel gelesene Kolumnen. Er ist einer der dienstältesten Kolumnisten Österreichs. Zahlreiche Veröffentlichungen, bei Limbus: Vom Sinn des Mittelmaßes (2006), Heimatzauber (2007), Die Sennenpuppe (2008), Platzkonzert (2009), Die Hochzeit (2010), Glücklich durch Gehen (2012), Wenn Dichter nehmen (2014), Kultiviert sterben (2015) und Tirol für Fortgeschrittene (2017). Zuletzt erschien in der Edition Raetia Bozen gemeinsam mit dem Fotografen und Regisseur Erich Hörtnagl "Sehnsucht Meer, Vom Glück in Jesolo", die italienische Übersetzung wurde zeitgleich präsentiert. Und es erschien, wieder bei Limbus, "Der Traum vom Glück, Ausgewählte Alpensagen". Schöpf ist auch Gründer der Innsbrucker Promenadenkonzerte und leitete das erfolgreiche Bläserfestival fünfundzwanzig Jahre lang bis 2019.

Dieser Beitrag hat 13 Kommentare

  1. Herbert Weiss

    Ich bin grundsätzlich fürs Impfen, aber wenn ich an die Funktionsweise des BioNTech-Pfizer-Stoffs denke, wird mir echt mulmig! Wer garantiert uns, dass das Zeug tatsächlich mehr nützt als schadet? Selbst ein gewisser Prof. Alexander S. Kekulé will zunächst etwas abwarten, bevor er sich damit pieksen lässt. Der Mann warnte übrigens bereits vor 16 Jahren im Berliner Tagesspiegel vor solch einer Pandemie – und der chinesischen Geheimniskrämerei. Nun schlich sich vor etwa einem Jahr eben solch ein Virus nach Deutschland ein – bei Euch Tirolern sogar noch etwas früher – und keiner hat’s gemerkt.

  2. Heinz V.

    Impffans und Verweigerer
    Abgesehen davon erkläre ich mich voll mit Ihrer Abneigung gegenüber den „Querdenkern“ einverstanden , umso mehr da hier rechtsradikale Gruppen versuchen, aus dieser Krise „Gewinne“ zu lukrieren…!
    Aber es gibt für mich auch noch andere Meinungen, als nur die der „Querdenker“ und Impf-Fans ! Feine Unterschiede sozusagen, einfach noch eine andere weitere Meinung – ohne damit in das Eck der Verschwörungstheoretiker gestellt werden zu müssen…!
    Also wenn ich richtig mitgezählt habe, dann sind inzwischen mit dem russischen Sputnik vier verschiedene Impfseren auf dem „Markt“ erschienen oder besser gesagt „aufgetaucht“. Anders als Auftauchen kann man die extrem rasche „Erfindung“ dieses Antiserums nicht benennen…!
    Ich habe mal gelesen, dass es mindesten drei Jahre dauert/dauern kann, bis es ein Medikament schafft, nach strengen Regeln auf den Markt zu kommen. Nachdem es alle Kriterien von der internen Prüfung über die Testung an freiwilligen Personen bis zur Prüfung bei einer Genehmigungsbehörde „durchgekämpft“ hat und es dann endlich unters Volk „geworfen“ wird . Also mindestens drei Jahre (!) von der Entdeckung bis zur „Marktreife“ !
    Und da wiederum werde ich als Laie und kritisch denkender Mensch – mit hoher Skepsis – mehr als stutzig, wenn man den irren Wettlauf der Pharmaindustrie beobachte, der sich bei diesem „Anti-Covit-Serum“ abgespielt hat und vor allem in welchem Zeitraum – nämlich maximal 5 Monate (!) nach den ersten Meldungen der Entdeckung eines Antikörpers.
    Und da wiederum werde ich hellhörig, wenn plötzlich die ganzen Kapazunder und über Nacht „Experten“ unserer Regierung mir einreden wollen, dass das Medikament sicher sei und vor allem sicher und ohne Nebenwirkungen….!
    Also bei aller Gutgläubigkeit, aber da bleibt für mich nur eine große Portion von Skepsis….!!! Ein Herrn Kurz oder ein Herr Anschober werden mir die Nebenwirkungen und eventuelle Schäden durch diese Impfung überhaupt nicht ausgleichen/abnehmen können. Es wird halt so wie viele Dinge des Lebens der unvermeidliche „Kollateralschaden“ sein, der natürlich immer wieder vorkommt.
    Genauso sieht es natürlich die „Cashkuh“ Pharmaindustrie, der die entstandenden Einzelschäden völlig schnurzegal sind und sein werden. Die sichern sich – wie gewohnt – mit halbmeterlangen Beipackzetteln ab, für die mehr Papier verbraucht wird als wie für die Packung. Für einen der täglich mehrere verschiedene Medikamente einnehmen muss, ist man ein „gebranntes Kind“ und dadurch natürlicherweise vorsichtiger bei jeder zusätzlichen Medikamenteneinnahme .
    Und der Vergleich Herr Schöpf, zwischen besoffen oder zu schnell Auto fahren und dieser Corona-Impfung hinkt so was , dass es fast schon weh tut…!!!
    Und darum kann ich eine Bestrafung der Impfskeptiker, wie Sie es so plakativ einwerfen, überhaupt nichts abgewinnen !
    Wie Sie es schon vor Kurzem in einem anderem Apropos bemerkten – in dieser Pandemie ist schon soviel Stroh gedroschen worden, auch viel „Glaubwürdigkeitsporzellan“ zerschlagen worden, dass es mir auch so geht wie Ihnen – ich schalte bei jeder Corona-Meldung um oder „flüchte“ ins NETFLIX…!
    Ich möchte gar nicht die ganzen „Äksperden“ zitieren oder sogar aufzählen, die sich in diesen Tagen vor die Mikrofone stellten – auch immer noch stellen- und ihre salbungsvollen Sprüche in Richtung Mattscheibe loslassen.
    Als Laie kommt man sich echt nur mehr verarscht vor! Und vor allem: man hinterläßt uns ratlos!
    Eines habe ich in dieser schwierigen Zeit auch bemerkt, die Lobbymaschine der Pharmaindustrie läuft weltweit wie geschmiert – man sieht es an den täglichen Aktienkursen!
    All diese Hintergrundfakten zu dieser Impfaktion lassen für mich die Entscheidung treffen – einmal abzuwarten…! Mich können diese Macher in Politik, Medizin und Wirtschaft noch nicht überzeugen! Gut dass ich einem Jahrgang angehöre, der nicht immer dort sein muß – und nie musste ! – wo der „blaue Rauch“ aufstieg. Mir fällt es auch nicht sehr schwer zu Hause zu bleiben, abgesehen von Einkäufen mit Abstand und Maske sowie zwei Mal in der Woche sportliche „Betätigung im Soloprogramm“…!
    Ihnen auch ein gutes , hoffentlich besseres 2021 und bleiben Sie gesund !
    Mit freundlichen Grüßen
    Karlheinz VEIT , Innsbruck
    P.S. Heute in der spanischen Zeitung AS und in der Schweiz wurde schon von einmn Todesfall nach der Impfung berichtet! Kollateralschäden……!

  3. Martin Schatz

    Hallo Herr Schöpf!
    Immer bzw. meistens wenn ich die Samstag-Ausgabe schon vorab online lese, fallen Sie mir ein. Ich möchte Ihnen auf diesem Wege alles Gute für 2021 wünschen! Wir sind zwar selten bis nie einer Meinung, aber ich schätze diesen Austausch auf einem gewissen Niveau.
    Hier darf ich gleich zu Ihrer aktuellen Kolumne in aller Kürze einhaken: Versteh ich Sie richtig, dass Sie der Meinung sind, wenn ich mich als Martin (vorerst) nicht impfen lassen will, soll ich nicht mehr in´s Fußballstadion bzw. in ein Cafe oder Kino geben dürfen? Ist das Ihre Meinung? Da sollte aber klar sein, dass es dann mit der propagierten Freiwilligkeit nicht mehr weit her ist. Offiziell schon, aber Sie wissen selber, dass das ein Druck durch die Hintertür wäre. Ich finde, sowas hat in einer Demokratie nichts verloren. Aber unsere Meinungen unterscheiden sich wohl auch hier.
    In diesem Sinne nochmal alles Gute und auf die eine oder andere Unterhaltungen zwischen uns!

  4. Diana Steinlechner

    Lieber Herr Schöpf,
    Die Aussagen Ihres heutiger Artikels in der TT ist mir wirklich zu diktatorisch und missionarisch! Bitte löschen Sie mich aus Ihrer digitalen „Leserliste“. Was aber nicht heißt, dass ich nicht weiterhin auf Ihre Kolumne neugierig bin. Wir Menschen haben eben unterschiedliche Facetten! Alles Gute für 2021

  5. Horst Waltl

    Sehr geehrter Herr Schöpf,
    Ich möchte Ihnen zu Ihrem o.a. Kommentar gratulieren, er trifft den Nagel auf den Kopf !
    Leider scheinen auch bei „Ihrer“ Tiroler Tageszeitung „Querdenker“ am Werk zu sein, die sich ihrer Allgemeinverantwortung dem p.t. Leserpublikum gegenüber nicht bewusst sind oder denen es nur um ihre Selbstdarstellung geht [wie z.B. Frau A. H., die sich in ihrer selbstherrlichen „Eigenverantwortlichkeit“ und „Selbstbestimmtheit“ auf ihre akademische Großzehe getreten zu fühlen scheint und sich – obwohl in der Zwischenzeit die Faktenlage zum SARS-CoV-2 immer klarer wird – in ihrer (ich würde fast sagen: pubertären) Trotzhaltung verschanzt]. Und manchmal frage ich mich, ob sich die Leitung der Tiroler Tageszeitung ihrer Verantwortung bewusst ist beim Festhalten an solchen Mitarbeiter/Innen.
    Bravo ! Bitte weiter so !
    Freundliche Grüße und beste Wünsche für 2021 !

  6. Mario Schwarz

    Guten Tag,
    einigermaßen bestürzt bin ich ob ihrer Aussagen, weil ich denke, dass genau sie und ihresgleichen die Bevölkerung noch mehr spalten. Diese Schwarzmalerei finde ich sehr undifferenziert und wenn sie unbedingt einen Schuldigen für den Lockdown suchen, dann fangen sie mit dem Virus an, gefolgt von unserer Bundesregierung. Diese Bundesregierung hat es nicht geschafft, vulnerable Gruppen zu schützen. Es wird ihnen nicht entgangen sein, dass genau diese Gruppe allein die Übersterblichkeit ausmacht. Wenn Daten zurückgehalten werden und nicht-nachvollziehbare Beschränkungen und Aktionen gesetzt werden, dann geht das Vertrauen verloren.
    Ich denke die „Grauzone“ unter der Bevölkerung ist größer als sie denken. Ich bitte sie, hören sie auf zu eskalieren.
    Ich schätze Ihre Kolumne sehr.

  7. Ernst Maier

    Sehr geehrter Herr Schöpf
    Mit Ihrem Artikel „vernünftig ist dumm“ schreiben Sie mir von der Seele.
    Offenbar muss man ewiggestrigen Verweigerern wirklich ganz banale Alltags-Situationen vor Augen führen, um diese hoffentlich in Ihrer Haltung zu beeinflussen. Zu beneiden ist unsere Regierung derzeit ohnehin nicht. Alles und Jedes wird x-mal hinterfragt und zuguterletzt zerredet. Opposition ist gut und wichtig. Doch wenn diese in grundsätzliche Fundamental-Ablehnung mündet, wird es bedenklich.
    Man ist fast geneigt in bestimmten Situationen die Verfassung unserer Verfassung zu hinterfragen. Wir haben in dieser Krise nicht nur einmal erlebt, dass rasches Handeln größeren Schaden von uns nimmt. Ob hier die punktgenaue Befolgung unserer Verfassung immer dienlich ist, wäre manchmal zu hinterfragen.
    Lg und alles Gute bleiben Sie gesund!

  8. Franz Triendl

    Servus Alois,
    du sprichst mir aus dem Herzen und triffst die richtigen Worte – diese ständigen Anbiederungsversuche der Regierung in Bezug auf die Impfverweigerer gehen auch mir auf die Nerven. Jetzt haben wir endlich die einmalige Chance, diese Pandemie erfolgreich zu bekämpfen (wie dankbar müssen wir den zahlreichen, exzellenten Wissenschaftlern sein – du hast das schon einmal lobend erwähnt!) und zu einer halbwegs gewohnten Normalität zurückkehren, und da drücken sich die Regierenden herum, anstatt hier klare Worte zu finden. Ich war Corona-positiv und habe Antikörper. Ungeachtet dessen halte ich mich an die Regeln, aber irgendwann werde auch ich ungeduldig, ständig mit der Maske herumlaufen zu müssen und z.B. nicht mit meinem Chor singen zu dürfen, nur weil die zahlreichen Egomanen (das Wort „ich“ hört man da ja ständig) nur an sich selbst denken.
    Ich hoffe zumindest, dass es zu einer „subtilen“ Impfpflicht kommt und in vielen sozialen Bereichen (Hotels, Fluglinien, ÖBB, Theater etc.) hier eine Unterscheidung getroffen wird. Wie kommen die vielen Menschen, die bereit sind, sich impfen zu lassen (und natürlich auch ein gewisses Restrisiko eingehen) dazu, weiterhin Einschränkungen mittragen zu müssen und die unsolidarischen „Trittbrettfahrer“ schauen gemütlich zu?
    Die Regierung betreibt augenfällig „Klientelpolitik“ (besonders auffällig beim Gesundheitsminister, den ich eigentlich sehr geschätzt habe, der jedoch langsam bei mir an Ansehen verliert), anstatt hier klare Grenzen zu ziehen (von der Opposition gar nicht zu reden, die ist ja erbärmlich).
    Beim „Betretungsverbot“ der Polizei in den Wohnungen war dies auch sehr gut zu sehen: Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte auch nicht, dass die Polizei mich beim Mittagessen mit meiner Familie aus heiterem Himmel im Haus kontrolliert. Aber darum geht es ja gar nicht – lediglich „bei begründetem Verdacht“ sollte die Polizei natürlich das Recht haben, Kontrollen auch im Privatbereich durchführen zu dürfen. Es geht hier ja um die Bekämpfung einer weltweiten Pandemie mit so vielen Toten!! Die Polizei darf das aufgrund unzähliger Gesetze (wegen „Lärmbelästigung“ darf sie in die Wohnung, aber bei der Pandemiebekämpfung nicht – lächerlich!). Das Signal ist fatal – der Staat kapituliert (und die „privaten“ Feten werden fröhlich durchgeführt).
    Ich wünsche dir, lieber Alois, ein besseres Jahre 2021 und bleib gesund. Für uns alle hoffe ich auf mehr Solidarität in der Gesellschaft.

  9. Hanno Parth

    Sehr geehrter Herr Schöpf,
    als bisheriger Unterstützer ihrer Ansichten in Apropos bin ich nun über ihre diktatorischen Ansichten entsetzt! Ohne ein Verschwörungstheoretiker zu sein, verweigere ich mich den Placebo-Testungen und der unausgegorenen Impfung!!
    Mit freundlichen Grüssen

  10. Dr.+Michael+Motz

    Hallo Alois,
    ich bin ganz Deiner Meinung und gratuliere zu Deinem Kommentar. Manche Ansichten der „Querdenker“, die sich ja selber nicht als „Querdenker“ sehen, sind abstrus. Bedeutet Demokratie, dass man unsere Gesundheit und Wirtschaft ruinieren darf? Mein seliger Hochschullehrer Friedrich Nowakowski dreht sich bei diesem Demokratiebegriff im Grab um. Regierungsversagen? Wenn „unserer Bundesregierung nichts gelungen ist“ darf man – trotz vieler Fehler- fragen: Welcher Regierung – ausgenommen vielleicht in echten Diktaturen – ist mehr gelungen? Warum begrüßen tausende qualifizierte Wissenschaftler weltweit die Impfung, während eine – medial lautverstärkte – Minderheit alle Expertisen ablehnt? Warum soll die Pharmaindustrie keine Gewinne machen dürfen, wenn sie millionenfaches Leid beseitigt? Ist Neid der Gradmesser für gesellschaftliche Akzeptanz? Ist ein Leben ohne Pflichten denkbar? Der in der Kolumne angeführte Vergleich straffälliger Autofahrer mit Corona-Querdenkern ist triftig. Warum die Pflichten von Autofahrern, Steuerzahlern, Schulkindern, Präsenzdienern…etc. anderes zu bewerten sind als Maßnahmen zum Schutz unser Gesundheit, muss erst argumentiert werden. Aber Raunzen, Jammern und Schimpfen ist einfacher als argumentieren. Andersdenkende befruchten eine Gesellschaft und deren Weiterentwicklung. Bedenklich wird es, wenn es um gesundheitliche und wirtschaftliche Grundfesten geht. Aber es gibt einen beruhigenden Trost: Die Mehrheit denkt ohnehin anders als Bremser und Verhinderer.
    Freundliche Grüße
    Michael Motz

  11. Wilfried Haid

    Sehr geehrter Herr Schöpf!
    Ich habe Sie immer als mutigen Journalisten geschätzt, Ihre Kolumnen lese ich auch gerne, geade weil sie manchmal quer geschrieben sind. Ihr heutiger Beitrag erstaunt mich, weil Sie nun schon öfters obrigkeits- und regierungsfreundlich schreiben.
    Das Virus hat die Gesellschaft gespalten. Der Riss geht durch Familien, Freundschaften, Vereine usw.. Es geht schon längst nicht mehr um das Virus, sondern um die Weltanschauung „Virus und was damit gemacht wird“.
    1. Bei schärferer Belichtung der Fakten ist zu erkennen, dass hinter dem Virus eine andere Agenda steckt (Beweise werden bei Interesse geliefert). Fakten werden mit dem Totschlagargument „Verschwörungstheoretiker“ beiseite geschoben.
    2. Wir sehen, dass die Maßnahmen der Regierungen weit mehr Schaden anrichten, als dieses Virus es je zustande gebracht hätte: Massive Arbeitslosigkeit, Existenznot, Anstieg der Suizide, Schreckliche Vereinsamung älterer Menschen in Pflegeheimen.
    3. Es ist kein Diskurs mehr möglich, freie Meinungsäusserung kann zum Jobverlust führen, Maßnahmen waren erwiesenermaßen verfassungswidrig, die Presse ist gleichgeschaltet (Ausreißer bekommen keine Förderung), auch in sozialen Medien wird zensuriert was nicht Mainstream ist, und so fort.
    Demokratie???
    Die Regierung beschuldigt nun jene für die hohen „Infektionszahlen“ (auch Sie tun das in Ihrem Beitrag), die sich nicht an zum Teil sinnlose Verordnungen halten oder sich nicht testen oder impfen lassen wollen.
    Herr Schöpf, bitte zeigen Sie Mut und schreiben Sie versuchshalber ein paar mal gegen die Regierungsmeinung zu diesem Thema. Ihre Samstagkolumne wird es dann sehr schnell nicht mehr geben. Das ist unsere freie Presse.
    Mit freundlichen Grüßen

  12. Norbert Mathoi

    Sehr geehrter Herr Schöpf ,
    ich habe jahrelang mit Vergnügen ihre klugen und auch kritischen Beiträge in der TT gelesen . Um so mehr wundere ich mich nun über ihre Kommentare bezüglich der Corona Pandemie . Ich bin maßlos enttäuscht über ihre unkritischen, unreflektierten und der Politik geschuldeten, liebedienerischen Beiträge zu diesem Thema. Ich hoffe nur, dass ihre Kommentare zu diesem Thema wenigstens ihrer Überzeugung entsprechen und nicht dem Mainstream geschuldet sind. Schade nur, dass sie mit diesen Beiträgen für mich und auch für viele andere Leser ihr positives und neutrales Image selbst beschädigt habe . Damit wir uns richtig verstehen. Ich bin keineswegs ein Corona-Leugner, Verschwörungstheoretiker oder Neonazi , wie ja auch inzwischen schon jeder, der nur die Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen oder vor Demokratieverlust warnt , bezeichnet wird. Habe sie überschätzt .
    Mit freundlichen Grüßen

  13. Mario Schwarz

    Guten Tag Herr Schöpf!
    Beim „Schutz der vulnerablen Gruppen“ meine ich die Ausstattung und Unterstützung der Alten- und Pflegeeinrichtungen. Es gibt hier in Österreich immer noch kein durchgängiges Konzept, jede Einrichtung ist für sich selbst verantwortlich. Damit meine ich zum einen die finanzielle Unterstützung, damit beispielsweise das Personal in dieser Phase deutlich mehr Geld bekommt. Weiter denke ich an Schutzausrüstung, welche meiner Meinung nach als erstes dort ankommen sollte. Und was mich sehr ärgert ist, dass es an der Volksoper in Wien (das weiß ich aus erster Hand) schon sehr lange möglich ist, alle Mitarbeiter (einige hunderte) vor jedem Eintritt ins Haus mit einem Schnelltest zu testen (bevor die Schnelltests verfügbar waren, machten sie das mit PCR Pooltests – was natürlich einigermaßen mühsam war) – und in den Altenheimen nicht.
    Die Alten wegzusperren liegt mir sehr fern. Mir kommen die Tränen, wenn ich höre, dass Leute auf der Covid Intensiv versterben und sich nicht von den Angehörigen verabschieden können. Auch höre ich keine Stimmen der „Alten“. Dass jemand selbst bestimmen kann, ob er das Risiko einer Ansteckung mit eventuellem Tod in Kauf nimmt, scheint ausgeschlossen. Wenn ich an meine Großeltern denke, die beide in Altersheimen friedlich entschlafen sind – denen wäre es bestimmt lieber gewesen, sie sehen die Familie, als dass sie noch ein Jahr länger dort leben.
    Tatsächlich war es ja eh so, dass man die Alten weggesperrt hatte – weil man ja das Personal nicht testen konnte und Zugangstestungen auch nicht möglich waren. Also das schlechteste aus zwei Welten sozusagen: Den Zugang beschränken und aber das Personal und die wenigen Besucher nicht testen.
    Schweden hat genau diesen Fehler zugegeben – und dann halt auch verbessert. Die Todeszahlen sprechen für sich.
    Es hat ja den Anschein, als ob die Maßnahmen weniger Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen haben als uns lieb wäre. Es ist beispielsweise immer noch unklar, ob die Zahl der Neuansteckungen schon vor dem Lockdown runter gingen. Beim zweiten Lockdown ist es ziemlich eindeutig so gewesen oder?
    Was mich ärgert ist auch der Umgang mit Daten. Habe geraden den Artikel im Standard gesucht, in dem sogar der Niki Popper bessere Daten fordert und wenn der das schon sagt, dann kann man sich ja vorstellen, wie es bei den Public Health Instituten aussieht. Hier der Artikel (die Überschrift wurde geändert – warum auch immer – war vielleicht zu „Hart“): https://www.derstandard.at/story/2000122509476/massentestergebnisse-verfaelschten-neuinfektionszahlen
    Was ich weiters gar nicht aushalte, ist, dass Grafiken und Informationen zur Stimmungsmache verwendet werden. Ich habe beruflich mit vielen Daten zu tun und bin sehr bewandert mit der Darstellung und Aufarbeitung von Statistiken. Ich bin Techniker und die Exponentialfunktion ist mein täglicher Begleiter.
    Das Argument, dass es der „dummen Masse nicht zuträglich ist“ und man bewusst Angst schüren MUSS, um ernst genommen zu werden, finde ich höchst verwerflich.

    Viele Grüße,

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