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Politisches Wolfsgeheul

Unser Landeshauptmann, der es in der Kunst des Nichtregierens zur wahren Meisterschaft gebracht hat, markiert wieder einmal den starken Mann und verkündet das Ende der Wolfsromantik. Leider haben solche Sprüche kurze Beine. Denn wenn es je eine romantische Sicht auf den putzigen Beutegreifer gegeben hat, dann können es wohl nur ÖVP-ler gewesen sein, die vor lauter Romantik die Interessen ihrer Kernklientel vergessen haben. Wer hätte sonst die Aufgabe gehabt, die agrarischen und touristischen Interessen in der EU zu vertreten?

Im Gegensatz zu Österreich, dessen Bauern also fadenscheinig auf Brüssel und dort lagernde Aktenberge verwiesen werden, haben andere Staaten wie Polen, die Slowakei, Bulgarien, Finnland, Spanien und Griechenland sehr wohl Ausnahmen erwirkt, um Wölfe „entnehmen“ zu können, wie es unvergleichlich bürokratisch heißt.

Wie man es dreht und wendet: Tirol ist mit seinen 2400 Almen und seiner umfassenden touristischen Infrastruktur existenziell von der Sicherheit sowohl für seine Herden als auch für seine Touristen abhängig. Gerade was letztere betrifft, ist es geradezu grotesk, wenn von unseren städtischen Naturträumern ein Herdenschutz mit Elektrozäunen im Hochgebirge und vor allem mit Herdenhunden gefordert wird, die es mit Wölfen aufnehmen sollen. Möchten Sie auf einer Wanderung vielleicht einem solchen Hund begegnen?

Ich nicht! Da bleibe ich lieber im Tal!

Alois Schöpf

Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. Josef R. Steinbacher

    Sehr geschätzter Herr Schöpf,
    dass die wunderbaren Promenaden-Konzerte heuer entfielen, ist ein arger Blasmusik-Verlust. Um so mehr ist Ihre großartige Bemühung zu schätzen – und verbunden mit der Hoffnung, daß 2021 wieder Promenaden-Konzerte geboten sind.
    „Politisches Wolfsgeheul“: Das tu gut, wenn das Platter’sche Nichtregieren beim Namen genannt wird. Allein das verkehr(te)-Konzept, bei dem Tirol seit Jahrzehnten von Bayern und Italien an der Nase herumgeführt wird, zeigt die augenscheinlichen Schwächen dieser Landesregierenden auf. Es ist alle Male leichter und zeitungswirksamer, Feste, Gedenken und Ehrungen ganzjährig zu zelebrieren. Schwierig wird es aber immer bei den Langzeit-Themen „von der Straße auf die Schiene“, bei der Finanzierung des Heeres, beim leistbaren Wohnen durch günstiges Bauland und ähnlichen, lästigen Unruhe-Problemen.
    Ohne jegliche Vision, geschweige denn Planung, sind die Verkehrsachsen Kitzbühel-Lienz, Tegernsee – Achensee – Zillertal, Garmisch – Reutte – Imst – Nauders etc. Fest steht lediglich, dass dem Tourismus ein „Aushocken“ der Stau-Straßen genauso wenig hilft wie den lebenslang geplagten Einheimischen.
    Nun sind für unsere Landes-Akteure bei Bedarf immer noch zwei Prügelknaben verfügbar: Die EU und die Regierung in Wien. Hoch an!!!

  2. Josef Essl

    Sehr geehrter Herr Schöpf!

    Dass Sie sich jetzt auch noch in die überaus polemische Diskussion zum Thema „Wolf“ einmischen, war ja nur eine Frage der Zeit. Es ist ja allseits bekannt, welche Abneigung (ist ja noch fein ausgedrückt) Sie gegen den Natur- und Umweltschutz und nun auch gegen den Artenschutz hegen. Besonders interessant ist auch, dass sich beinahe jeden Tag Personen (Landeshauptmann, Landwirtschaftskammerpräsident, Nationalratsabgerordneter, Gemeindepräsident, Arbeiterkammerpräsident, Wirtschaftskammerpräsident, Bürgermeister/Landtagsabgeordneter, usw.) mit einer Polemik zu Wort melden, die eine fachkundige Auseinandersetzung gänzlich vermissen lassen. Hauptsache sich zu Wort melden, einen peinlichen Verein gründen und seit Monaten immer die gleiche Leier herunterbeten: es ist nichts umsetzbar, Abschuss, Tirol ist mit anderen Regionen nicht vergleichbar, der Wolf gehört hier nicht her, die Almwirtschaft stirbt usw. Ich spreche all diesen Leuten, so auch Ihnen, die Kompetenz ab, sich zu diesem Thema zu äußern, da alle Aussagen keinen einzigen fachlichen Hintergrund aufweisen. Hier versuchen alle, jetzt auch noch der Hr. Dornauer, politisches Kleingeld zu verdienen. Zudem ist es eine Frechheit Ihrerseits – und das machen Sie nicht das erste Mal (immer wieder bei Ski-Erschließungsprojekten) – jene Menschen, die in der Stadt leben, als Naturträumer hinzustellen. Gerade Sie haben aufgrund Ihres fehlenden Fachwissen in dieser Frage, so auch zum Thema Natur- und Umweltschutz, kein Recht die Menschen als Träumer (= naiv/dumm) abzukanzeln. Ich komme vom Land, lebe seit 30 Jahren in der Stadt, habe eine naturwissenschaftliche und forstwirtschaftliche Ausbildung, war zwei Jahrzehnte im Natur- und Umweltschutz tätig und muss mich von Ihnen nicht als Träumer hinstellen lassen. Und mit dem Thema Wolf befasse ich mich seit 2009. Die Landwirtschaft weiß seit gut 15 Jahren, dass vor allem Jungwölfe verstärkt wolfsfreie Zonen (und dazu gehörte nunmal Österreich/Tirol) aufsuchen werden. Im Jahre 2009 wurde dazu die Arbeitsgruppe WISO (= Große Beutegreifer (Luchs, Bär, Wolf)) der Alpenkonvention eingerichtet. Seit nunmehr 11 Jahren befasst sich diese Arbeitsgruppe, die sich aus VertreterInnen aller Alpenstaaten zusammensetzt (= Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagdwirtschaft, NGOs, u.v.m.) mit den großen Beutegreifern. Und nein, da sitzen keine TheoretikerInnen drinnen, sondern Fachleute, die sich bereits seit Jahrzehnten praktisch mit diesem Thema befassen. Die Verantwortlichen in den Bundesländern (insbesondere in Tirol) könnten seit 2009 Maßnahmen (also seit 11 Jahren) setzen und vor allem von den anderen Alpenstaaten aus der Praxis lernen. Darüber hinaus gibt es auch das Österreichzentrum für große Beutegreifer (https://baer-wolf-luchs.at/). Auch dort sitzen alle relevanten VertreterInnen in den verschiedenen Gremien. Gerade die Landwirtschaft tut immer so, als würde sie komplett im Regen stehengelassen. Deshalb kann ich es einfach nicht mehr hören, wenn vor allem von Seiten der Landwirtschaft (= Hechenbichler, Gahr) immer geschimpft wird, dass bei uns aufgrund der Topografie das alles nicht geht. Warum funktionieren Maßnahmen (ohne Abschuss) in den anderen Alpenstaaten, die die gleichen und teilweise noch schwierigeren alpinen Voraussetzungen wie wir haben (denken Sie einmal an Graubünden, die französischen Seealpen, die Cottischen Alpen, die Abruzzen, Triglav, …). Ich werfe den Vertretern der Landwirtschaft vor, ganz bewusst diese Entwicklung ignoriert zu haben. Es wurde in den letzten Jahren nicht einmal der Versuch unternommen, nur eine einzige Maßnahme zumindest zu probieren, geschweige Managementpläne zu erarbeiten. Nicht einmal das Projekt mit den Herdenschutzhunden im Nationalpark Hohe Tauern wurde von der Landwirtschaft initiiert, sondern gleich als gescheitert abgetan. In Österreich und vor allem in Tirol haben die Verantwortlichen geglaubt, dass sie dieses Problem aussitzen und wenn es zu Problemen kommt, dann einfach zur Waffe greifen können. So verlangt es nun auch ein Landespolitiker (Dornauer), der damit als ein gewählter Vertreter des Volkes zu einem Rechtsbruch auffordert. Lebe ich noch in einem Rechtsstaat? In den anderen Alpenstaaten gibt es mittlerweile kleine und große Wolfspopulationen (mitunter auch noch Bären; allein in Slowenien leben an die 500 Bären und hören Sie hier von Problemen?), mit denen die Menschen durch gezielte Maßnahmen in einer Koexistenz leben. Und in Tirol schafft man es nicht einmal entsprechende Maßnahmen gegen ein paar Wölfe zu setzen (Was tun wir denn, wenn auch noch verstärkt die Bären kommen? Das ist nur eine Frage der Zeit). Doch das war immer der Weg der Landwirtschaft, nämlich nichts tun, schimpfen, den Weg des geringsten Widerstandes gehen, Druck ausüben (bis in die höchsten politischen Ebenen), drohen (Aufgabe der Almwirtschaft) und, wenn möglich, die Hand aufhalten. Und hier schreien einige Bauern halt mit. Es gibt aber auch einige Bauern, die in der Frage des Wolfes viel Weitblick beweisen und ihren eigenen Weg gehen (nicht nur jener in Tösens). Mit diesen Bauern sind die Gespräche sachlich, frei von Emotionen und sehr befruchtend. Fragen Sie einmal diese Bauern, was sie von ihren Vertretern (Politik, Landwirtschaftskammer) generell halten. Sie würden Augen machen, was Sie da zu hören bekommen. Diese Leute wissen und sind so realitätsnah, dass ein Abschuss vielleicht kurzfristig Ruhe bringt, doch nach wenigen Tagen und Wochen wird der nächste Wolf vor der Tür stehen. Wie lange will man das dann fortsetzen; bis zur Ausrottung (das wäre ohnehin der Wunsch der Landwirtschaft)? Nur das spielt sich nicht (mehr), denn der Wolf – ob wir das wollen oder nicht – ist zu einem fixen Bestandteil in den Alpen geworden. Das wird auch Tirol zu akzeptieren haben (ebenso Südtirol).

    Tragisch wird es, wenn dann auch noch der Tourismus herhalten muss. In all den Staaten um Österreich herum gibt es mittlerweile kleinere und größere Wolfspopulationen. Sagen Sie mir ein Land (Italien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Slowenien, usw.), das aufgrund der Wölfe (und Bären) unter einem Touristenschwund leidet. Und Ihre Polemik reißt auch bei den Herdenschutzhunden nicht ab. Fahren Sie einmal nach Sardinien (wahrscheinlich waren Sie schon dort), wo Hunderttausende Menschen Jahr für Jahr Urlaub machen. Dort werden alle größeren Schafherden von Herdenschutzhunden geschützt, obwohl es keine großen Beutegreifer gibt. Kommen deswegen weniger Touristen nach Sardinien, weil sie Angst haben? Ähnlich in den Abruzzen, in Graubünden, im Bayerischen Wald, usw. Dieses Geschwätz, dass der Tourismus darunter leiden könnte, glauben Sie doch selbst nicht. Solche Aussagen können nur von Leuten kommen, die keine Ahnung haben, aber dafür noch mehr Wirbel verursachen wollen. Anstatt sich eingehend zu informieren (ich empfehle Ihnen das neue Buch von Prof. Klaus Hackländer (BOKU, Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft) mit dem Titel: „Er ist da – Der Wolf kehrt zurück“), wird einfach mit unsachlichen Argumenten dieses sehr sensible Thema noch mehr hochgekocht. Gerade Sie hätten mit Ihren Kommentaren in der TT die Möglichkeit, die Debatten auf eine sachliche Ebene herunterzubrechen, Emotionen herauszunehmen und verstärkt ausgleichend zu wirken. Doch Sie machen genau das Gegenteil (besonders gerne, wenn es um Natur- und Umweltschutz (inkl. Artenschutz) geht), indem Sie die Auseinandersetzungen noch mehr verstärken und die Menschen gegeneinander aufhetzen. Sie hinterlassen mit Ihren Kommentaren zumeist nur verbrannte Erde. Aber wahrscheinlich ist das Ihr Ziel. Es reicht Ihnen anscheinend nicht, dass die Gesellschaft ohnehin bereits aus allen Fugen gerät. Ich habe nichts gegen eine kritische Auseinandersetzung, die zu einer breiten Diskussion führt. Doch diese muss fachlich fundiert und darf nicht von Polemik und Unwissenheit geprägt sein. Beim Wolf und auch beim Natur- und Umweltschutz spreche ich Ihnen die Kompetenz schlichtweg ab. Deshalb empfehle ich Ihnen: „Schuster bleib bei Deinen Leisten“. Und zu guter Letzt bin ich froh, wenn Sie im Tal bleiben.

  3. W. Haid

    Gratuliere! Bravo zu ihrem Kommentar!
    Von meinem Postbutler überbracht!

  4. Franz Viertl

    Sehr geehrter Herr Schöpf,
    wieder mal ein ganz grosses Kompliment zu diesem Bericht in der TT!!
    Diese linksgrünen Wolfsromantiker, die meistens von ihren städtischen Nobelwohnungen
    aus ihre Empfehlungen an unsere Bauern und Touristiker aussenden, sollten ihre
    Träume im Tiergarten Schönbrunn ausleben.
    Noch zu unserem Landeshauptmann:
    Er markiert wieder mal den starken Mann – erinnert mich an die Zeit von Corona, wo
    er diesen Wahnsinnserlass über das komplette Bundesland Tirol die Ortsquarantäne verordnete,
    obwohl östlich von Innsbruck der Infektionsgrad im Österreichschnitt lag??
    Vielleicht eine Überreaktion aus dem Ischgldebakel??
    Schönen Grüsse aus St.Johann in Tirol.

  5. Zangerl Gebhard

    Sehr geehrter Herr Schöpf !
    Besten Dank für Ihren heutigen Artikel in der T.T !
    Fehlt nur noch, dass Löwen und Tiger auch angesiedelt werden vom WWF – weil „irgendwann“ sollen diese ja auch schon in den Alpen sesshaft gewesen sein.

  6. E . Ruetz

    Danke Herr Schöpf für den guten Beitrag über die Wolfsproblematik !Unsere schönen Almen mit den Weidetieren sollen so bleiben wie sie sind! Die Ausbreitung und der unumstößliche, grenzenlose Schutzstatus der Wölfe, wie von WWF und EU gefordert, würde unsere schönen Almen sehr verändern! Dass diese Raubtiere vor hundert Jahren da waren und daher wieder zurückkommen müssen, kann kein vernünftiges Argument sein. Die Besiedelung war damals eine andere! Es reicht der normale gesunde Hausverstand, um das zu verstehen, da braucht man kein Experte zu sein. Die ganzen Beispiele, wie gut es mit den Schutzmaßnahmen in anderen Ländern funktioniert, stimmen so nicht! Man braucht nur recherchieren, dann erfährt man, wieviele Probleme es in diesen Länder trotz allem gibt und wiesehr die Bauern am Verzweifeln sind.

  7. Brigitte Traxl

    Griaß di Alois,
    vielen Dank für die mutigen Zeilen in der Kolumne vom 22. August.
    Ich habe schon einige Leserbriefe gedanklich verfasst, aber leider nicht umgesetzt. Ich frage mich schon lange, wo die Nachfahren der Geierwalli sind. Und es wäre schon der Respekt unseren Vorfahren gegenüber Grund genug, um uns die großen Beutegreifer fern zu halten. Sie haben mit einfachsten Mitteln und unter Einsatz des eigenen Lebens ihre Familien und Nutztiere vor diesen Raubtieren geschützt und sie vertrieben und bei uns ausgerottet. Damit ist ohnehin schon alles gesagt.
    Dass andere Staaten Ausnahmeregelungen bezüglich der ( legalen ) Entnahme von Wölfen haben, ist mir neu. Da dürften wohl hoffentlich die Tage des LH-Stellvertreters gezählt sein. Auch die Verantwortlichen in den Nachbarregionen sind da meiner Meinung nach fehl am Platz.
    Ich wünsche mir sehr, dass es bald wieder mutige Menschen mit Verantwortungsgefühl gibt, die uns politisch vertreten.

  8. Peter Walch

    Grüß Gott Herr Schöpf!
    Wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen mit Ihrer Kolumne „Politisches Wolfsgeheul“.
    Die ganzen angedachten Lösungen wie Weidezäune sind es nicht einmal wert, darüber zu reden, so abstrakt- und undurchführbar ist das. Ich bin selbst relativ oft in Regionen über der Waldgrenze unterwegs, sehe auch hier die Schafe an den verschiedensten Orten weiden, und da ist es ja sonnenklar, dass eine Einzäunung – nochmals – undurchführbar ist. Mit den Hirten wird es auch nicht so einfach sein, wie uns Theoretiker vom grünem Tisch aus weismachen wollen. Erstens muss man solche Leute erst finden, dann brauchen sie eine Unterkunft mit Verpflegung, und Abends sind so wohl auch in der Hütte, wenn der Wolf seine Runden zieht.
    Man kann es kurz machen. Entweder Weidewirtschaft oder Wolf, und zu dieser Kernfrage muss man halt von Seiten der Politik klar Stellung beziehen. Es gibt in Europa genug Regionen, wo der Wolf leben kann, aber bei uns mit seinen kleinräumigen Strukturen, der Überbesiedelung und eben der alpinen Landwirtschaft in Punkto Weidewirtschaft ist er fehl am Platz.
    Es wird sein, dass in Sache der Gesetzgebug einiges verschlafen wurde, denn man kann (EU) Gesetze nicht über alles stülpen. Vielleicht raffen sich die Bauern enmal auf und klopfen im Landhaus einmal kräftig an, und stellen die Frage: Entweder wir und unsere Schafe oder der Wolf!
    Mal schauen, was geschieht…

  9. Ernst Maier

    Sehr geehrter Herr Schöpf
    So sehr ich Ihre kritische und durchaus oft pointierte Kolumne schätze, beim Thema Wolf scheiden sich unsere Geister. Wenn Sie korrekterweise auf Nord bzw. osteuropäische Länder verweisen, wo (bei gesichertem Bestand!) „Entnahmen“ möglich seien, sollten Sie nicht vergessen zu erwähnen, dass ebendort auch wirksamer Herdenschutz meist mit erfahrenen Hirten und Hunden praktiziert wird. Hierzulande gibt bis dato leider nur wenige Einzelkämpfer wie den Tösener Schafbauern Thomas Schranz, welcher von den Beteuerungen der Interessensvertreter (Schaffung wolfsfreier Zonen) mangels Durchführbarkeit wenig hält. Abgesehen davon, dass wir derzeit weltweit wohl mit Herausforderungen anderer Dimension konfrontiert sind – wolfsfreie Zonen könnte es nur durch eine nochmalige totale Ausrottung des Wolfes geben. Wollen Sie und wollen wir dies wirklich????

  10. Klaus Burger senj.

    Hallo Alois,
    ich lese gerade Deine Kolumne „Wolfsgeheul“.
    Dazu meine Erfahrung mit Wölfen.
    Ich verbrachte mit Familie über zwölf Jahre in Folge die Sommer bis Spätherbst in B.C. Kanada, nahe der Grenze zu Alaska/Pazifik. Wir lebten dort im Busch, Kontakte mit Bär , Wolf und Elch war laufend gegeben. Das Wissen über das Verhalten dieser Tiere den Menschen gegenüber ist in Europa – war auch bei mir – nicht vorhanden. Du wirst kaum einen wild lebenden Wolf im Busch je zu Gesicht bekommen, er ist eines der scheuesten Tiere und für den Menschen meiner Erfahrung nach nicht gefährlich. Die schönste „Musik“ für uns war: Das Singe der Wölfe in der Nacht!

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