schoepfblog

Die Erklärung der Abstandsregel

Reinhard Walcher Die Verkündigung des 427sten Lockdowns
Die Verkündigung des 427sten Lockdowns

Alois Schöpf, Schlimmer als Mitterer, Auflagenmaximierende Autoren sollten sich weder über ihre Zeitgenossen noch über den Kapitalismus erheben. Essay

Wenn Felix Mitterer kritisiert wurde, weil er in den Medien seinen Plan kundtat, eine Katastrophe, die über einen Ort hereinbrach, zum Ausgangspunkt einer Fortsetzung seiner satirischen Piefke-Saga zu machen, dann gehört Hechenblaikner und Gmünder ihre Geschmacklosigkeit geradezu um die Ohren gehauen: Sie haben sie nämlich realisiert! Oder wie ist es einzuschätzen, wenn jemand ausgerechnet in dem Moment ein Buch über „Ischgl“ herausbringt, in dem der Ort als unfreiwilliger Infektionsherd der Covid-19 -Pandemie weltweit in die Schlagzeilen gerät?

weiterlesen »

Elias Schneitter, Brief aus Aflenz

Ehrlich gestanden bin ich mit sehr gemischten Gefühlen über die Autobahn und durch die vielen Tunnels in die Steiermark in das SKA, das Reha-Zentrum Aflenz gefahren, und nicht nur einmal habe ich mir überlegt, umzukehren, ich bin ein alter Knochen und was soll
denn der ganze Zinnober bezüglich Therapien und all dem Wellnes-Zirkus noch? Aber dann bin ich doch hier gelandet und hab die erste Nacht verdammt schlecht
geschlafen, weil am nächsten Tag die ganzen medizinischen Untersuchungen anstanden und man ja nie weiß.

weiterlesen »

Reinhard Walcher, Es wird wärmer! Na und?, Essay

Eine vernünftige, datenbasiert-wissenschaftliche Diskussion wird – auch dank der politischen Korrektheit – nicht (mehr) zugelas-sen. Die links-grüne Schickeria und der rechts-radikale Pöbel werden sich in ihrem Gebaren immer ähnlicher. Und das ist mög-licherweise der größte Kollateralschaden, den die (humanistisch-westlichen) Demokratien davontragen werden beziehungsweise bereits erlitten haben.

weiterlesen »

Franz Tschurtschenthaler, Südtirol ohne Maske, Vierter Brief

Als ich vor einigen Jahren hier in Südtirol mit klopfendem Herzen zu meiner ersten Arbeitssitzung antrat, eröffnete sich mir ein recht merkwürdiges Schauspiel. Die Gruppe der Teilnehmer bestand zunächst aus rein deutschsprachigen Südtirolern, die sich in der Sprache Goethes (oder vielmehr in einer Abart davon) unterhielten, wovon sie natürlich mein Erscheinen nicht abhielt. Dann aber stieß ein Italienischsprechender zu der Gruppe – auch er ein Südtiroler. Und augenblicklich switchten alle Anwesenden sofort auf Italienisch um.

weiterlesen »

Tiroler Tageszeitung, Apropos, Entschuldigt sich jemand?

Das Vorurteil war einfach zu schön, um wahr zu sein. Danach waren es geldgierige und rücksichtslose Touristiker, die wieder einmal den von ihnen korrumpierten Politikern in die Arme fielen, um die gerade auslaufende Skisaison und damit ihren letzten Zaster zu retten. Ungeachtet der Tatsache, dass dadurch von Ischgl aus ganz Europa mit dem Covid-19 Virus verseucht wurde.

weiterlesen »

Alois Schöpf, Die Pro-und Contra-Dramaturgie, Die Diskussion über die Liberalisierung der Sterbehilfe ignoriert ein Menschenrecht, das nicht zur Diskussion gestellt werden darf.

Können Sie sich vorstellen, dass eine unserer angesehenen Zeitungen, eines unserer stets kritischen Magazine oder gar unser staatlicher Rundfunk in beliebter Pro-und-Contra-Dramaturgie öffentlich die Frage diskutieren lässt, ob die Zulassung einer nationalsozialistischen Partei zu befürworten oder abzulehnen sei? Vor dem Redaktionsgebäude würde wahrscheinlich die Polizei aufmarschieren, um zumindest die Chefredakteure wegen Wiederbetätigung zu verhaften.

weiterlesen »

Literarische Korrespondenz, Sehr geehrter Herr Ebert! Sehr geehrter Herr Kalisnik!

Ich habe Ihre heutige Kolumne „Die neue Wehleidigkeit“ mit leicht erhöhtem Blutdruck gelesen.
Am Ende zitieren sie Bruno Kreisky, den sie zu verehren scheinen. Meines Erachtens muss man bei den Zitaten großer Politiker gar nicht so weit in der Geschichte zurückgehen. Es reicht doch schon ein Verweis auf unseren verehrten Gesundheitslandesrat Dr. Tilg, der uns allen klargemacht hat, dass die Politik, insbesondere in Tirol, ja nun wirklich nichts falsch gemacht hat.

weiterlesen »

Gérard Albertini, Du, Leben, Gedicht

Wer raubt mir den Atem, macht mich Staunen?
Wer hält mich auf Trab mit all seinen Launen?
Wer wagt, mit mir zu gehen durch dick und dünn?
Wer bringt zugleich Verlust und so viel Gewinn?
Du, Leben, von dir sprech` ich eben!
Du, Leben, kannst vor allem mir geben
vier Jahreszeiten, die mich begleiten!

weiterlesen »

Tiroler Tageszeitung, Apropos, Die legale Kinderarbeit

Der Schulbetrieb ist angelaufen. Die meist berufstätigen Eltern und die nicht mehr ganz nervenstarken Großeltern sind froh, wenn die Jugend „verräumt“ ist. Die Wirtschaft ist froh, wenn sie an ihr verdienen kann. Die Lehrer sind froh, wenn sie von ihr leben können. Aus all diesen Gründen wurde der Schüler als die profitabelste Ausformung des Kindes und Jugendlichen erfunden.

weiterlesen »

Alois Schöpf, Zur Revitalisierung von Stehkonzerten, Plötzlich lautet die Frage: Was können wir, was die anderen nicht können?

Dass es zwischen dem klassischen Konzert in perfektem akustischen Umfeld und mäßig geschätzten Marschier-Auftritten bei religiösen und karnevalesken Anlässen auch noch ein Mittelding gibt, ist leider allzu sehr in Vergessenheit geraten. Zum großen Schaden nicht nur für die derzeit eher beschäftigungslosen Vereine selbst, sondern auch zum großen Schaden für das Ansehen der Blas-und Bläsermusik überhaupt.

weiterlesen »

Helmuth Schönauer, Vier Gedichte

Jetzt wo draußen das Virus herumfliegt
klammert sich die Menschheit heftig
an die eigenen Körper
was wenn ich in Quarantäne sitzen muss
und nichts konsumieren kann
außer mich selbst
wie halte ich es mit mir aus
zumal ich oft
weder lesen noch schreiben kann

weiterlesen »

Franz Tschurtschenthaler, Südtirol ohne Maske, Dritter Brief

Meine als Satire gedachten und angelegten Betrachtungen über die dialektalen Eigenarten der Südtiroler haben bei einer offensichtlichen Anwenderin dieses Dialekts leider sehr negative Vibrations hervorgerufen. Sie schrieb mir, ich sei ein Nazi-instruierter Besserwisser und also typisch deutsch; ich möge zwar als Bundesdeutscher vielleicht besser Hochdeutsch sprechen, sei aber unsympathisch wie alle meine Landsleute, während die Südtirolerinnen und Südtiroler sympathisch seien. Deshalb wünsche sie mir alles Schlechte, was ihr einfalle.

weiterlesen »

Tiroler Tageszeitung, Apropos, Die neue Wehleidigkeit

Ob lediglich Grippe oder doch mehr. Ob eine Intrige von Bill Gates oder eine Schlamperei der Chinesen. Ob Aushebelung der Demokratie durch den Staat oder doch berechtigte Vorsicht: Was Tirol betrifft, sind all diese Debatten plötzlich äußerst esoterischer Natur. Wenn es nämlich stimmt, dass jeder dritte Arbeitsplatz hierzulande vom Tourismus abhängt, ist real Feuer am Dach.

weiterlesen »

Alois Schöpf, Von Frömmlern und Karrieristen, Wie man mit politischer Korrektheit Gegner ausschaltet und damit die Moral ruiniert.

Aufgrund seiner Beschwerde über die Corona-Maßnahmen der Regierung auf Facebook musste der Kammerfunktionär Karl Ischia dieser Tage seinen Posten als Bezirksobmann der Wirtschaftskammer Innsbruck räumen. Der Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer Christoph Walser bezeichnete den Hinausschmiss als „alternativlos“. Dem Abgang des Funktionärs ging angeblich ein Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien voraus, wobei die Tiroler Tageszeitung in ihrem Bericht vom 24. September namentlich den SP-Stadtparteichef Benjamin Plach und die grüne Nationalratsabgeordnete Barbara Neßler erwähnte. Beide bezichtigten Ischia des Rassismus.

weiterlesen »

schoepfblog unterstützen

Sollte Ihnen mein schoepfblog zusagen und Sie ihn als Bereicherung einer liberaleren Medienlandschaft begrüßen, können Sie Ihr Wohlwollen auf verschiedene Art und Weise ausdrücken.