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Eine (fast) gelungene Vorstellung

Eine (fast) gelungene Vorstellung
Eine (fast) gelungene Vorstellung

Helmuth Schönauer, Bitcoin-Bunker, Short Story

„Zurück, zurück! Verlassen Sie sofort die Stichgasse!“ Eine Polizistin und ein Polizist lösen sich im Streifenwagen ab, um diese Nachricht wohlgegendert an ein paar Flaneure und Stehpassanten zu übermitteln, die widerwillig aus der Nagillergasse abgedrängt werden sollen. Der Streifenwagen ist geschlechtlich ausgewogen besetzt. Die Diversen schauen wieder einmal durch die Finger.

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Elias Schneitter, Todesmeldungen, ein Familienbetrieb und die neuen Zeiten

Für den TT-Leser gehören die Todesanzeigen ohne Zweifel zu den interessanteren Teilen der Zeitung. Etwas respektlos kann man immer wieder hören, wenn diese Seiten aufgeschlagen werden, man müsse nachschauen, wer das TT-Abonnement gekündigt hat. Je älter man wird, desto häufiger stößt man auf bekannte Gesichter und das stimmt einen natürlich nachdenklich.

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Alois Schöpf: Zu satt, zu ignorant und zu selbstbezogen. Fortsetzung: 2. Für das Theater: Peter Handke, Elfriede Jelinek, Thomas Bernhard. Essay

Denn nur wer zu begreifen imstande ist, in welchem Ausmaß ein breites und im Prinzip gut- und lernwilliges Publikum durch Leute wie Boulez, Handke, Jelinek, Bernhard und ihre zahllosen Replikanten vor den Kopf gestoßen wurde, kann nachvollziehen, dass die Corona-bedingten ökonomischen Nöte vieler Kulturschaffender auf wenig Empathie stoßen und gesellschaftspolitisch nicht wahrgenommen werden.

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Helmuth Schönauer, Die Am-besten-zu-vergessen-Liste, Stichpunkt

Jahrzehntelang ist der Autor dieser Zeilen mit diversen Literaturdefinitionen über Land in die Büchereien gefahren und hat zu erklären versucht, dass kein Weg daran vorbeiführt, Literatur selbst zu lesen, wenn man sich auf sie einlassen will.

Nun aber tut der in allen Belangen Konsum-affine Leser alles, um nicht selbst lesen zu müssen, denn das ist tatsächlich anstrengend.

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Elias Schneitter, Herdenimmunität

Laut TT vom 28.12.2020 wollen sich 57 % der Tiroler*innen nicht gegen Covid impfen lassen. Zu groß ist die Angst wegen etwaiger Neben- bzw. Folgewirkungen. Damit wir die Pandämie, in der wir knöcheltief stecken, überwinden können, müsste eine Herdenimmunität von ca 70 % der Bevölkerung erreicht werden.

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Tiroler Tageszeitung, Apropos, Sind wir noch regierbar?

In einem Punkt hatte Österreich wirklich Glück. Stellen Sie sich vor, die türkisblaue Regierung wäre nicht durch die nach wie vor äußerst aufklärungsbedürftige Realityshow in Ibiza in die Luft gesprengt worden und Frau Hartinger-Klein wäre Gesundheitsministerin, Herr Kickl Innenminister und Herr Strache Vizekanzler.

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Helmuth Schönauer, Inka Tirol, Stichpunkt

Wieder einmal geht ein Bild als Ikone um die Welt. Ein japanischer Boxlehrer steht auf einer Anhöhe von Machu Picchu und weint, seine Tränen fließen die menschenleeren Terrassen hinab. Fast ein Jahr lang war er in Peru Opfer einer Quarantäne geworden, jetzt durfte er als Belohnung ganz allein die Ruinenstadt der Inka besuchen.

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Elias Schneitter, Die Heiligen Drei Könige

In einem Leserbrief der TT bezieht sich eine Schreiberin auf einen Kommentar in der Rubrik „Brief an Tirol“ von Martin Kolozs. Darin geht der Autor als ehemaliger Ministrant auf den überzogenen Rassismus-Vorwurf wegen des Mohrs ein. Dieser darf inzwischen ja nicht mehr „geschwärzt“ werden und wird nun durch einen Weißen ersetzt.

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Reinhard Walcher, Kurze Beschreibung der Weltlage in Buchtiteln und Zitaten

„Es ist alles sehr kompliziert“, sprach einst der österreichische Bundeskanzler Fred Sinowatz (1983/86). Womit er zwar voll-kommen recht hatte, sich daraufhin aber einem Sturm aus Spott und Hohn ausgesetzt sah, dem er nicht lange standhalten sollte/wollte und schließlich zurücktrat. Vielleicht war er der letzte „Sir“ in der österreichischen Politik.

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Zu den Festtagen: Hannes Hofinger, Gebet

Lieber Gott!
Wenn all dies Deine Vorschriften sind,
wenn Du es davon abhängig machst,
ob ich eines nicht zu fernen Tages
zu Dir ins Paradies gelange
oder in die ewige Dunkelheit verdammt werde,
dann, lieber Gott,
dann bitte schick mich in die Hölle!

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Franz Tschurtschenthaler, Südtirol ohne Maske, Neunter Brief

Gerade eben wurde bekannt, dass der Gesundheitsminister in Rom eine Regelung unterzeichnet hat, nach der sämtliche Liftanlagen Italiens erst am 18. Jänner wieder öffnen dürfen – und nicht, wie von den Südtiroler Anlagenbetreibern erhofft, schon eine Woche früher. Irgendwie vermute nicht nur ich: das liegt unter anderem daran, dass den italienischen Politikern – zumindest jenen von Affi südwärts – jedes Verständnis dafür abgeht, was Wintersport eigentlich ausmacht.

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Tiroler Tageszeitung, Apropos, Vernünftig ist dumm!

Für Querdenker fehlt mir jedes Verständnis! Inzwischen verdanken wir vor allem ihnen, diesen Privatwissenschaftlern, aber auch jenen, denen demonstrativ ohnehin alles egal ist, weil sie sich nicht für gefährdet halten, den dritten und nun wirklich lästigen Lockdown.

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